Tag 39: Mondaufgang

Meile 569.8 – 587.3

Wir hatten geplant, heute einen entspannten Tag zu machen und erst gegen Mittag/Nachmittag zurück auf den Trail zu gehen. Deshalb schliefen wir etwas länger. Dann frühstückten wir entspannt, luden die Powerbanks und kümmerten uns um Kleinigkeiten.

Anschließend bauten wir Bob ab und genehmigten uns zu zweit ein Sandwich in der deutschen Bäckerei. Dort trafen wir viele bekannte Gesichter, worüber wir uns sehr freuten. Wir quatschen mit den anderen Wanderern, nutzten das Wifi und besorgten Klopapier für den folgenden Abschnitt des PCT.

Endlich echtes Brot mit gutem Fleisch!

Dann wollten wir die Trailangelliste durchtelefonieren, um zu gucken, ob uns jemand zurück zum Trail bringen kann. Paul wollte gerade die Liste fotografieren, als er angesprochen wurde. Ob er nicht Paul sei. So kam er zu mir zurück und hatte uns innerhalb von dreißig Sekunden einen Fahrer organisiert. Ich war sehr beeindruckt. Es stellte sich raus, dass ihn der Testpilot vom Vortag (der die Feier auf dem Flugplatz geschmissen hat) erkannt hatte. Dieser hatte gerade mit seinem Bruder und seiner kleinen Tochter im Kindergartenalter zu Mittag gegessen. Er fuhr uns zum Trailhead und wir waren wieder einmal beeindruckt von der Freundlichkeit der Menschen.

Der Weg lief nun aufwärts durch den Windpark. Erst jetzt konnten wir die Ausmaße erahnen. Er ist riesig! Es war warm und schattenlos, so waren wir sehr froh über den Wind. Als ich um eine Ecke kam, sah ich zwei Kojoten, die sich jedoch sofort verdrückten. Oben angekommen aßen wir auf einer Bank sitzend ein paar Schokokekse und genossen den Ausblick über das Tal von Tehachapi

Anschließend ging es vorbei an Joshua-Trees bergab. Wir überquerten die Eisenbahnstrecke, die auch hinter dem Flugplatz entlang gelaufen war. Wenig später liefen wir auf einer Brücke über den Highway. Er war sehr gut befahren. An einem Wartungsschacht, der aussah wie ein kleine Rakete fanden wir Trailmagic.
Nach einer Nektarine und einer Dose Cola ging es uns viel besser. Wir liefen noch ca. drei Meilen bergauf und schlugen dann unser Nachtlager auf.  Heute Nacht wollten wir biwakieren. Wir hatten einen wunderschönen Blick über das Tal mit Eisenbahn und Highway. Auf der Kante der Anderen Seite standen die letzten und größten Windmühlen des Windparks, zwischen denen ein wunderschöner, großer Mond aufging.

Die Nacht war sehr windig. Ich hatte mehrmals Angst, dass mir das Kissen weggeweht würde.

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