Kristiansund – Trondheim: Hier ists einfach überall schön

Nach einer wirklich sehr komfortablen Nacht in Kristiansund machten wir uns noch einen ruhigen Morgen mit ausgiebigem Frühstück und co. Um 12 Uhr machten wir uns dann aber wieder auf. Aus Kristainsund raus haben wir uns dann auch nur 2 mal verfahren (einmal besonders ärgerlich mit einigen Höhenmetern), aber aus der Stadt raus ging es wieder über große, relativ wenig befahrene Straßen. Man merkt schon, dass wir jetzt nicht mehr auf einer der typischen Touri-Routen unterwegs sind, denn um einen Platz zum Mittagessen zu finden, sind wir erstmal 20 Minuten gefahren, um dann doch mehr oder weniger am Straßenrand Pause zu machen.

Am Nachmittag kamen wir noch zu einem kleinen Bunnpris mit Bank und genossen dort eine Limo in der Sonne und machten noch einen kleinen Nap. Obwohl der Weg nicht direkt als Scenic Route ausgeschildert war, war es dennoch sehr sehr schön. Wir sind über einige Brücken gefahren von denen aus man links aufs Meer und rechts in den Fjord hinein gucken konnte. Dann ging es auch einige Zeit am Wald entlang und wir machten noch eine Vorabend-Pause an einem Rastplatz mit wunderschönen Blick aufs Wasser.

Abends machten wir es uns an einem anderen Rastplatz bei Aure bequem und genossen unsere YumYum Nudeln in der Abendsonne. Da Campen an dem Platz eigentlich nicht erwünscht ist, schlugen wir unser Zelt erst recht spät auf, hatten dann aber eine ruhige, ungestörte Nacht. Am nächsten Morgen bauten wir früh ab, um nicht doch noch Ärger zu bekommen und machten uns nach einem kurzen Frühstück wieder auf den Weg.

An dem Tag standen 2 kleine Berge an und wir machten vor dem ersten Berg noch eine kleine Stärkungspause. Der Anstieg war wunderschön, wir waren an der Spitze eines Fjords und man konnte die gesamte Serpentinenstraße hoch längs in den Fjord reinschauen. Die Sonne schien auch und so war es nicht all zu anstrengend.

Nach einer rasanten und super Abfahrt waren wir dann schon gegen Mittag in Kyrksæteøra. Nach einer schönen Mittagspause am Wasser beschlossen wir uns in dem Ort einen Campingplatz zu nehmen und der war wirklich premium. Wir konnten uns einfach einen Platz dort aussuchen und standen direkt in erster Reihe am Fjord. Der Platz wurde hauptsächlich von Anglern genutzt und so hatten wir den ganzen Nachmittag über gut was zu gucken. Neben uns stand ein Ehepaar aus Deutschland mit ihrem Wohnmobil und wir haben noch lange mit ihnen gequatscht.

Zum Frühstück am nächsten Morgen sind wir zum Supermarkt gefahren, haben dort eingekauft und dann dahinter gefrühstückt (es gab sogar Joghurt). Und weiter ging es erstmal ein ganzes Stück am Fjord entlang, die Strecke war total schön und wir waren fast alleine auf der Straße. Ich muss sagen, immer mal wieder ein bisschen auf und ab ist deutlich angenehmer zu fahren, als einmal lange hoch und dann lange runter.

Nachmittags kamen wir in Orkanger an. Nach Orkanger rein sind wir durch eine richtig schöne Parkanlage am Fluss entlang gefahren. Die Parkanlage hätte sich sicher gut zum Campen geeignet, aber wir wollten an dem Tag noch etwas weiter kommen. In Orkanger erholten wir uns in einem Einkaufszentrum etwas von der Hitze an dem Tag (23 Grad und pralle Sonne kann man hier schon Hitze nennen). Wieder fit ging es weiter am Wasser entlang über super schöne Landstraßen. Abends war es dann noch einmal etwas stressig, was gutes zum Übernachten zu finden, da wir beide doch schon sehr k.o. waren, aber nach insgesamt 90 km und einigen Hm fanden wir eine Schulanlage, wo wir gut unser Zelt aufschlagen konnten.

Nun hatten wir nicht mehr allzu viele Kilometer vor uns, bis wir in Trondheim sein wollten und machten deswegen den folgenden Tag ganz entspannt. Wir machten eine zweite Frühstückspause mit leckeren Skillingsbollen und fuhren dann am Nachmittag nach Flakk auf einen Campingplatz. Dort haben wir noch viele andere Radreisende getroffen, weil wir nun auf dem Eurovelo 2 unterwegs waren. Die meisten von ihnen waren über Schweden und Finnland zum Nordkap gefahren und nun über Norwegen auf dem Rückweg und ziemlich am Ende ihrer Reise angekommen. Wir unterhielten uns nett, spielten ein paar Spiele und nutzen ausgiebig die Duschen auf dem Platz. Nach einem leckeren Abendessen mit Nudeln, Pilzen, Pesto und Tomaten kugelten wir uns mit vollem Bauch ins Zelt, um dem Regen zu entgehen.

Den nächsten Morgen war glücklicherweise wieder gutes Wetter und wir fuhren los zu unserer vorerst letzten und sehr kurzen (20 km) Etappe nach Trondheim. In Trondheim haben wir dann nochmal einen ordentlichen Anstieg gehabt, weil wir dummerweise den direkten Weg gefahren sind und nicht den deutlich entspannteren Umweg. Hier in Trondheim sind wir nun erstmal bei Phillip und Chiara, bis es dann nach einer Wandertour für Tim und einem Ferienlager für mich weitergeht mit Teil 2 unserer Radtour.

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Ein Kommentar

  1. Hey Elli, vielen Dank, dass wir ein bisschen mitreißen dürfen 😊. Die Yumyum-Nudeln tauchen ja immernoch auch, langerprobt. Kauft ihr jeden Tag ein, wovon lebt ihr so, was gibt es zum Frühstück?
    Gute Fahrt und weiterhin gute Aussichten!

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