Northern Tier

Auf zu neuen Ufern

Hallihallo,

Überraschung: ein Video 🙂

Da Pauls Smartphone leider kaputt ist wird es vorerst das einzige bleiben, aber wir werden den Rest nachliefern!

Unser erster Tag der Radtour geht in Richtung des Kaskaden Gebirges, von dem Seattle umgeben ist. Auf unseren 120 km, die sich nach weniger angefühlt haben, ging es zuerst nordwärts aus dem Ballungsgebiet Seattle heraus. Unser Routenplaner hat sehr tolle Arbeit geleistet und uns größtenteils abseits von Highways und Landstraßen geführt. Wir nutzen Komoot und sind damit auf unserer gesamten Radreise sehr zufrieden gewesen.

Sobald wir aus den weiten Vororten von Seattle raus waren – ja, es hat sich ziemlich gezogen – waren wir im Grünen. Viel auf Nebenstraßen und sogar Radwegen. Das Gefühl, wieder unterwegs in die Natur zu sein war unbeschreiblich gut. Unser Roadtrip nach Seattle und die Stadt selbst waren doch anstrengender als erwartet gewesen, wir waren dann wohl doch noch zu sehr an das langsame Leben auf dem Trail gewöhnt. Ich genoss die Aussicht und die frische Luft, das Zwanglose. Es war, wie fast für den gesamten Rest unserer Fahrradtour, Mittags noch nicht klar, wie weit wir fahren und wo wir am Abend schlafen würden.

Auf etwa halber Strecke, wir haben Seattle bereits hinter uns gelassen, querten wir einen Fluss. Die einzige Brücke war die eines Highways, neben dem aber zum Glück noch ein Gehweg führte. Zwischen Leitplanke und Brückengeländer waren etwas mehr als eine Lenkerbreite Platz und mit aufmerksamem Fahren ist es auch kein Problem gewesen sich dort durch zu fädeln. Nun, ich hatte das Ende schon im Blick und schweifte mit den Gedanken ab. So striff ich mit meinem Lenker knapp einen Leitplankenpfosten, konnte aber im letzten Moment noch ausweichen. Meine linke Satteltasche blieb am Pfosten hängen und die Halterungen rissen ab.
Mein Glück, denn 1 Meter weiter links rauschten 40 Tonner an uns vorbei. Sie kullerte weder auf die Fahrbahn, noch stürzte sie auf der anderen Wegseite ins Wasser. – Glück gehabt.

Etwas abseits des Highways befestigten wir sie provisorisch mit ein paar Kabelbindern die wir noch einstecken hatten. In dem Wissen, dass unsere beiden übrig gebliebenen Kabelbinder nicht für eine weitere Reparatur reichen würden steuerten wir ein nahe gelegenes Gewerbegebiet an und suchten nach einem Baumarkt.
– Wir fanden keinen.

Wenn ich eines von dieser Reise mitgenommen habe, dann, dass die allermeisten Menschen auf unserer Welt herzlich und nett sind und sich freuen, einem aushelfen zu können. Die Selbstverständlichkeit, mit der mir ein Automechaniker kurz darauf einen Bündel an Kabelbindern verschiedener Größen in die Hand drückte, ist ein tolles Beispiel für diese offene Hilfsbereitschaft.

In der folgenden Mittagspause vertilgten wir viel zu viele Chicken Nuggets und Cola.

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4 Kommentare

  1. Mir gefällt das neue Format sehr gut! Zu dumm, dass Pauls Telefon schon wieder kaputt gegangen ist. Hoffentlich könnt ihr trotzdem bald noch neue Beiträge posten, schliesslich sind wir sehr neugierig 🙂

  2. Hallo Ihr zwei!
    Ich kann mich meiner „Vor-Schreiberin“ nur anschließen! Das mit den Videos ist eine coole Idee! Sehr schöne und viele Fotos haben wir ja bereits gesehen und die Texte dazu gelesen. Nochmal DANKE! Dafür!
    Wie blöd, dass das Handy (wieder) kaputt ist, aber auch da ist es sicher besser, das Handy geht kaputt als einer von Euch. Leider kann man ein Handy nicht so leicht mit Kabelbindern reparieren 🤷‍♀️.
    Weiter eine gute Fahrt, vielfältige Eindrücke und bleibt heile!
    Liebe Grüße aus Hameln MoKli

  3. Well,
    eure Entspannung kommt so noch besser rüber- und fpr „Kinder“ der Jetztzeit sind bewegte Bilder statt beschriebener Welten einfach dran 😘
    Good luck and a safe return!

  4. Hallo,
    ich bin neugierig auf eure weiteren Eindrücke, obwohl ich nunmehr weiß, dass ihr wieder gut gelandet seid. Toll, was ihr erlebt habt. Wir waren eine Woche auf Kreta, haben natürlich nicht soviel erlebt wie ihr, hatten aber auch Spaß.
    Das neue Format finde ich super. 🙂

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