Tag 52: Lone Pine Tag 2

Meile 745.3 – 755.2

Zum Frühstück gab es Bagel mit Avocado. Die Avocados hier schmecken um Welten besser als in Deutschland und sind dabei auch noch einigermaßen günstig. Nachdem wir uns von Lisa und Steve verabschiedet hatten gingen wir zurück zu McDonald’s. Während ich weitere Blogbeiträge hochlud machte Tim sich daran unser Essenspaket von der Post zu holen, das ja doch gestern schon da gewesen war. Er schaute sich außerdem bei den verschiedenen Outdoor Ausrüstern nach den günstigsten Handschuhen um und wir brauchten einen neuen Hering, da wir gestern einen im harten Sandboden des Campingplatzes umgeknickt hatten. Tim kaufte die restlichen Dinge ein, die wir nicht geschickt hatten, wie zum Beispiel Tortillas.

Gegen Mittag hatten wir dann unsere Rucksäcke wieder schwer bepackt und versuchten an der Ausfallstraße zu trampen. Schließlich nahmen uns zwei Touristen auf der Ladefläche ihres Pickups ein Stück mit, bis sie andere Wege fuhren. Dort bekamen wir eine Mitfahrgelegenheit bei einer Rennradfahrerahrerin und ihrem Begleiter. Sie waren auf der Suche nach neuen Strecken für den Herbst und kamen aus Las Vegas. Sie überlegte aber nicht den Berg hinab zu fahren, sondern die gesamten 2000 Höhenmeter HOCH zu fahren. Am Ende war es ihr aber doch eine zu lange Strecke, eine halbe Stunde Autofahrt, und zu viel Höhenunterschied. Wir empfahlen ihnen noch, sich die Meadows nahe dem Parkplatz anzuschauen und machten uns auf den Rückweg zum PCT.

Der Aufstieg war steil und mit ein paar wenigen Schnneeresten übersprinkelt. Mittag machten wir, zurück auf dem Trail, an einem idyllischen Bergsee, wo wir Emma „Nifty“ und Claire „Smiles“ aus Kennedy Meadows wieder trafen und Pyro und Buttercup kennen lernten. Pyro kommt auch aus Deutschland und hat seinen Trailnamen vom Appalachian Trail, wo er in den ersten Tagen seine Regenjacke gekonnt mit Bradlöchern verschönert hatte.

Als ich unser neues 900-Gramm-Nutellaglas, diese sind hier aus Plastik und nicht wie in Deutschland aus Glas, öffnete und dazu die Goldfolie abzog, arbeiteten der gesunkene Luftdruck der Höhe und die schräge Lagerung insoweit zusammen, als dass das Nutella im Übermaß aus der neu geschaffenen Öffnung quoll. Wir konnten es zum Glück auffangen, sodass es nutzbar blieb, lernten daraus aber, neue Gläser künftig noch im Tal zu öffnen. Auf diesem Wege entstand mein Trailname „Nutella“, nicht zuletzt dadurch begünstigt, dass ich Nutella zu bereits fast allem auf Tortillas gegessen habe.

Abends campten wir mit der gleichen Truppe ein paar Meilen weiter im Wald und genossen den gemeinsamen Abend.

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