Lechquellenrunde – Tag 2
Der zweite Tag userer 5 tägigen Lechquellenrunde ist von Regen geprägt. Dafür haut die Sonne aber nicht mehr so rein wie noch am ersten Tag, was ich begrüße.
Nach einem ausgiebigen Frühstück an der Stuttgarter Hütte sagen wir lebwohl zum nepalesischen Gaumenschmaus und steigen auf Fahrstraßen ins Tal ab nach Zürs, um die Talseite zu wechseln. Für Niklas ist das hier die erste Hüttenwanderung und er freut sich anfangs über die breite Fahrstraße, weil „ich nicht mehr drauf achten muss wo ich meine Füße hinsetze“. Die Freude verfliegt aber schnell, als er merkt, wie unangenehm hart es ist auf Asphalt zu laufen im Gegensatz zu Wanderwegen.
Fast alle Gäste der Regensburger Hütte steuern heute auch die Ravensburger an und wir bemerken, dass wir alle die Lechtaler Runde vor uns haben. Das sind eine ca 10-köpfige DAV Senioren Gruppe, eine Gruppe Studenten und ein paar andere Wander-Pärchen. Insgesamt vielleicht 20 Personen. Und alle haben in etwa die gleiche Geschwindigkeit. Somit läuft man sich des öfteren über den Weg wenn Pausen eingelegt werden.
Im Tal angekommen suche ich nach einer Möglichkeit, ein Shampoo zu erwerben. „Erikas Shop“ hat aber zu und ansonsten gibt es in Zürs auch nicht viel im Sommer außer geschlossener Liftstationen. So steigen wir ungetaner Dinge wieder auf und sind endlich auf einem echten Wanderweg unterwegs. – Yaayy!!
Der windet sich die steile Talflanke zwischen Büschen und Lawinenschutz empor und führt uns zur Bergstation des Sesselliftes, der an einem See gelegen ist.
Die Überdachte Bergstation bietet einen perfekten Platz zum Mittagessen – und eine Gondel hängt sogar in der Station und man kann sich reinsetzen.



Auf den See führt ein malerischer Steeg, der nur dazu einlädt hinein zu springen. Auf Grund des anhaltenden Regens sehen wir aber davon ab und nehmen die Besteigung der Scharte in Angriff. Das Wetter macht den lehmigen Boden rutschig weich und wir müssen uns konzentrieren, nicht noch dreckiger zu werden als notwendig. Doch die Mühe lohnt sich! Am Grad angekommen reißen die Wolken ein wenig auf und der Rest des Tages bleibt trocken. Wir steigen ein malerisches Tal zwischen Bergkräutern, Kühen und Murmeltieren ab und machen mit Blick auf die Hütte noch einmal eine Pause.
Von hier kann man bis in die Schweiz rüber schauen und wir bemerken, dass unsere Handys im Schweizer Mobilfunk verbunden sind. Jetzt ist Vorsicht geboten – letztes Jahr habe ich am Bodensee das gleiche Phänomen auf deutscher Seite gehabt und später eine Rechnung über 50€ erhalten.
Also schalten wir lieber mal den Flugmodus an und genießen weiter die Natur. Auch wenn wir den Hang danach eher herunter schlittern als zu laufen, ist es schön, keinen Regen mehr über sich zu haben.
Dabei freuen wir uns auf morgen, da wieder Sonne vorausgesagt ist.











