Tag 50: Luftige Höhen
Meile 716.5 – 735.5
Heute morgen sind wir an der Schwalbenbrücke losgegangen. Die Schwalben haben noch geschlafen. Nach einer Weile haben wir mit Blick auf das Tal, Fluss und Wiese gefrühstückt. Anschließend ging es an einem kleinen Bächlein entlang bergauf durch einen schönen Wald. Hier haben wir einen Fasan (?) mit Küken gesehen.
Gegen zehn Uhr bot sich uns dann ein beeindruckender Ausblick auf die schneebedeckten Gipfel der Sierra. Das nahmen wir zum Anlass eine große heiße Schokolade zu trinken.
Weiter ging es eben durch den Wald. Die Bäume wurden immer größer und ab und zu standen auch tote Bäume ohne Rinde herum, deren Holzfarben mich sehr beeindruckt haben. Außerdem scheint es hier Bäume mit gedrehter Maserung zu geben, sie machen auf jeden Fall was her. Die Bäume sind für mich eines der Highlights des PCT bisher und werden uns noch eine Weile begleiten.
Mittagspause machten wir an einem kleinen Bächlein. Hier haben wir auch Mapel sowie Sally und Ernie wiedergetroffen. Ich habe bei Ernies Digitalkamera Datum und Uhrzeit eingestellt und war dann sein Held. Er hatte sie von seiner Tochter geschenkt bekommen und benutzerfreundlich war sie nicht gerade, ich habe zwei Anläufe gebraucht. Sally war gut drauf, denn heute war Ernies Geburtstag, was sie jedem sehr auffällig unter die Nase rieb, bis derjenige gratulierte.
Nachmittags ging es auf Granit bergauf. Ich kam ganz schön ins Schwitzen. Doch die Aussicht belohnte uns mal wieder. Der Blick in das Tal aus dem wir kamen war sehr schön. Es war bewaldet und man konnte von oben die Meadows (sumpfige Lichtungswiesen) erkennen, nach der Wüste ein unwirklicher Anblick.
Wenig später gab es noch ein bisschen Drama. Paul und ich verloren uns kurz und hatten uns etwas in den Haaren. Wir vertrugen uns jedoch wieder und konnten beim Abendbrot den Zeltplatz mit der wohl besten Aussicht bisher genießen.













