Hamburg-Düsseldorf: Tag 4&5

Neuer Tag, neues Glück? – Naja, Regen.

Aber zum Glück nur zeitweise und vereinzelt. Aber wenn, dann stark.

Das erste Mal hatte es bereits Nachts geregnet, dementsprechend war das Zelt nass beim zusammenbauen. Ich nahm das Innenzelt raus, damit es trocken blieb und beeilte mich beim Abbau, da auf dem Regenradar bereits die nächste Regenfront im Anmarsch war.

Als ich alles zusammen gepackt hatte und zwei Straßen weiter einen überdachten Pavillon zum Frühstücken gefunden hatte öffneten sich wie auf Kommando die Wolken und gaben alles. Eine Stunde und ein leckeres warmes Müsli später war wieder die Sonne draußen und ich beeilte mich los zu kommen, um vor dem nächsten Schauer meine Mittagspause erreicht zu haben.

Daraus wurde leider nichts und ich umquerte bei Gegenwind und Regen den Jadebusen. Das ist die Bucht bei Wilhelmshaven, deren Fähre leider nur bis September aktiv ist. Somit durfte ich die 70km extra im Kreis fahren, aber ich hatte immerhin ab der Hälfte Seitenwind und am Ende sogar ganz kurz schon fast Rückenwind. 🙂

Meine eigentlich angepeilte Jugendherberge in Wilhelmshaven war ausgebucht wie ich Mittags erfuhr, weshalb ich mich kurzerhand entschloss noch 20km weiter westlich nach Jever zu radeln und dort zu zelten. Angekommen hatte ich ein tolles Gespräch mit einem Dauercamper, der früher als Fernfahrer im nahen Osten unterwegs gewesen ist und dessen Sohn Ultrarunner ist.

Da heute Sonntag war, ich es natürlich verpennt hatte mir ordentlich was einzukaufen und es Schietwedder war, gab es übrig gebliebenes. Also Müsliriegel mit Apfelscheiben, garniert mit Doppelkeksen und verfeinert durch Rosinenbrot. – Ich hatte etwas das Gefühl, wieder in Amerika zu sein bei der Essenskombination.

Am nächsten Morgen holte ich mir Frühstück beim Bäcker und fuhr von Jever über Aurich auf fast direktem Wege nach Emden und nicht mehr am der Nordseeküste entlang. Den Gegenwind hatte ich satt und es fährt sich dann doch besser, wenn hin und wieder mal Bäume oder Häuser am Wegesrand stehen, die den Wind brechen.

In Aurich stieß ich durch Zufall auf den Ems-Jade-Kanal, der von Emden an der Ems bis nach Wilhelmshaven an den Jadebusen führt und folgte diesem so weit die Beschilderung mich nicht alle Nase lang im Stich ließ bis ans Gartentor der Jugendherberge.

Das Wetter war heute super! Die Sonne ließ sich endlich mal blicken und ich glaube ich habe mir einen leichten Sonnenbrand auf der Nase geholt.

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